Chronik des Kegelsports in Langebrück

Kegeln

1904 – Die Geburtsstunde

Am 8. April 1904 beschloss der Bezirksausschuss Dresden-Neustadt, das Realrecht des „Gasthof Liebig“ in Langebrück um einen Kegelschub zu erweitern. Es entstand eine Asphaltbahn – die erste Kegelbahn am heutigen Bürgerhaus war geboren. Damit begann die lange und bewegte Geschichte des Kegelsports in unserem Ort.

1911 – Gründung des Kegelclubs „3 Ecken“

Im Jahr 1911 gründete der 24-jährige Klempner Max Spitzner in Langebrück den Kegelclub „3 Ecken“. Im Jahr 2026 blickt der Verein auf stolze 115 Jahre Vereinsgeschichte zurück.

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1950-1957 – Aufschwung und Rückschläge

In den 1950er-Jahren erlebte der Kegelsport in Langebrück zunächst einen deutlichen Aufschwung – später folgten jedoch erste Rückschläge.

1950 entstand eine Sportgemeinschaft mit einer starken Sektion Kegeln sowie den Sektionen Faustball und Turnen. Drei weitere Spielgruppen wurden gegründet, darunter auch die erste Frauengruppe im Kegeln.

Zwischen 1952 und 1956 nahmen zwei Mannschaften am Wettkampfbetrieb der Kreisklasse teil.

1953 wurde die erste Ortsmeisterschaft mit rund 40 Teilnehmern ausgetragen.

1955 schloss sich die Sektion Kegeln der BSG „Rafena Radeberg“ an, da eine eigenständige Organisation nicht möglich war.

Die alte Kegelbahn zeigte allerdings zunehmend bauliche Mängel:
Witterungseinflüsse und Verschleiß führten zu starken Schäden an Wänden, Dach und Balken, sodass jederzeit mit dem Einsturz des alten Baus, einem einfachen Fachwerk-Ziegelbau, zu rechnen war. Im Inneren der Kegelbahn sah es nicht anders aus. Der Asphaltbelag war durch das Aufstellen schwerer Gegenstände im letzten Krieg sowie durch Frosteinwirkung stark verformt, die Seitenbankette vermorscht, Kugelfang und Kugelrücklauf teilweise zerstört. 1957 musste der Kegelsportbetrieb auf der Bahn eingestellt werden.

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Während die Kegler ihren Sport vorübergehend auf der Kegelbahnanlage am Lindenhof in Langebrück ausübten, diente die ehemalige Bahn nur noch als Lagerstätte.

1968 – Wiederaufbau durch Gemeinschaftsgeist

Die Mitglieder wollten ihre Sportstätte nicht aufgeben. Im Mai 1968 begannen zahlreiche freiwillige Helfer mit dem Wiederaufbau neben dem heutigen Bürgerhaus. Die Gemeinde Langebrück unterstützte das Vorhaben finanziell und stellte Mittel für Baustoffe und Ausrüstung bereit.

Beim Abriss der alten Bahn wurden tausende Ziegel sowie Teile des Dachstuhls geborgen und später wiederverwendet.

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Dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten und der finanziellen Unterstützung der Gemeinde konnte die neue Kegelbahn bereits im Dezember 1968 – nach nur acht Monaten Bauzeit – feierlich eingeweiht werden. Der Neuwert der Anlage wurde mit 28.000 Mark beziffert. Sie ging in das Eigentum der Gemeinde über.

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1970-2000 – Technische Modernisierung

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Kegelbahn schrittweise modernisiert.

1970 erfolgte der Einbau eines neuen Asphaltbelags, einer neuen Auflegebohle sowie eines Kugelrücklaufs. Wieder waren es zahlreiche Helfer, die in vielen Arbeitseinsätzen zum Gelingen beitrugen.

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1990 wurde die erste automatische Aufsetzanlage (DDR-Produkt) installiert.

Im Jahr 2000 folgte der Einbau einer modernen Kegelaufstellanlage.

Seit 1999 – Eigentum und Nutzung

Mit der Eingemeindung Langebrücks ging das Eigentum der Kegelbahn an die Landeshauptstadt Dresden, Eigenbetrieb Sportstätten, über.

Heute ist die Anlage langfristig an den „Kegel- und Tischtennis Verein Langebrück e.V.“ vermietet und wird regelmäßig gepflegt und genutzt.

Heute – Sport und Gemeinschaft

In 12 Spielgruppen kegeln rund 90 aktive Sportlerinnen und Sportler aus Langebrück und Umgebung wöchentlich auf der modernisierten Einbahn-Kegelanlage.

Die Bahn erfüllt alle Anforderungen für den Amateur- und Freizeitsport und ist weit mehr als nur eine Sportstätte:
Sie ist ein Ort der Begegnung, der Bewegung und der gelebten Gemeinschaft.